EST. 1912
ENGDEU
     

HOTEL FÜRSTENHOF
DIE GESCHICHTE


Frühgeschichte 1704 – 1912

Im Jahre 1704 befahl Kaiser Leopold der 1. zum Schutze der schnell wachsenden Wiener Vorstädte vor den Einfällen der Türken und Kuruzen einen Verteidigungswall zu bauen. Alle Bewohner Wiens und der Vorstädte zwischen 18 und 60 Jahren mußten mitarbeiten oder einen Vertreter stellen, und so war schon nach vier Monaten ein etwa 14km langer und 4m hoher, mit Palisaden verstärkter Erdwall mit einem vorgelagerten 3m tiefen Graben fertiggestellt.

An allen wichtigen Ausfallstraßen wurden Tore mit Zollhäusern installiert (Linienämter genannt), wo fleißig diverse Steuern und Zölle eingehoben wurden, natürlich auch an der Mariahilfer Linie, wo 200 Jahre später unter anderem auch das Hotel Fürstenhof stehen sollte. Dem eigentlichen Zweck des Linienwalls, der Verteidigung Wiens vor äußeren Feinden, diente der Wall eigentlich nie. Nur während der Revolution 1848 kam es zu Kampfhandlungen zwischen den revolutionären Bürgern und den von außen kommenden kaiserlichen Truppen.

Der Westbahnhof um 1860 1858 wurde knapp außerhalb des Walls der Westbahnhof eröffnet und man plante eine neue Straße: den heutigen Gürtel, der 1873 eröffnet wurde. Als 1890 auch die außerhalb des Linienwalls liegenden Vororte eingemeindet wurden, war die Zollfunktion des Walls endgültig überholt und man begann 1894 mit dem endgültigen Abbruch desselben.

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